Olivenöl zählt zu den beliebtesten Ölen der Deutschen. Kein Wunder – denn das Öl der kleinen Frucht (ja – die Olive zählt zum Obst), ist nicht nur sehr gesund, es schmeckt auch noch gut und macht sich deshalb hervorragend in diversen Gerichten. Doch nicht nur wir mögen das goldene Öl – auch für unsere vierbeinigen Freunde kann es geschmacklich die ein oder andere Mahlzeit ein wenig aufpeppen. Doch ist Olivenöl auch gesund für Hunde? Die Antwort: ja! Wieso genau Olivenöl deinem Hund so gut tut und wie du es dosieren solltest, verrate ich dir in diesem Artikel.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Olivenöl ist reich an essenziellen ungesättigten Fettsäuren
  • Das Omega-3 zu Omega-6 Verhältnis beträgt 8:1
  • Olivenöl liefert Energie, sorgt für gesunde Haut, glänzendes Fell, unterstützt Gehirnleistung und Immunsystem und macht fettlösliche Vitamine verwertbar
  • Olivenöl sollte immer kaltgepresst gekauft werden
  • Dosiert wird pro Kilogramm Hundegewicht mit 0,3 Gramm Öl

Wieso Öl füttern?

Zunächst einmal stellt sich dir sicherlich die Frage, weshalb du deinem Hund überhaupt Öl füttern solltest. Sofern du deinem Vierbeiner nicht bereits ein Alleinfuttermittel gibst, das schon über alle wichtigen Nährstoffe – inklusive gesunder Fette in der richtigen Kombination verfügt – ist es sehr ratsam, deinem Hund regelmäßig ein gutes Öl ins Futter zu mischen.

Moment – gesunde Fette in der richtigen Kombination? Was soll denn das nun wieder heißen? Um das zu verstehen, muss man wissen, dass es Fette nicht gleich Fette sind. Für einen gesunden und funktionierenden Körper – sowohl beim Menschen als auch beim Hund – werden sogenannte essenzielle Fettsäuren benötigt. Die Bezeichnung „essenziell“ kommt daher, dass der Körper diese Fettsäuren nicht selbst herstellen kann und diese deshalb über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Das hat bei der früheren Ernährung der wild lebenden Vorfahren noch gut geklappt, da die Nahrung hauptsächlich aus Wild und Kaninchen bestand, deren Fleisch einen hohen Anteil an essenziellen Fettsäuren besitzt. Heutzutage stammt das Fleisch, das für das Hundefutter genutzt wird, hauptsächlich aus Mastbetrieben und besteht aus Rind, Schwein, Huhn oder Pute – mit nur einem geringen Anteil an essenziellen Fettsäuren.

Die wichtigsten Fettsäuren, auf die du achten solltest, sind Omega-3 und Omega-6. Aber damit war’s das noch nicht. Denn wichtig hierbei ist das Verhältnis, in dem die beiden Fettsäuren zueinander stehen. Das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 sollte 1:2 bis maximal 1:5 betragen.

Olivenöl Hund
Das Hundefutter heutzutage enthält oftmals nicht ausreichend Omega-3-Fettsäuren.

Gut – jetzt wissen wir, dass die essenziellen Fettsäuren in gesunden Ölen wichtig sind für einen funktionierende Organismus. Aber was genau ist denn jetzt so gesund an Olivenöl? Hier gibt’s 9 Gründe, wieso Olivenöl gesund für deinen Hund ist!

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9 gesunde Gründe für Olivenöl beim Hund

Wie du mittlerweile wahrscheinlich bemerkt haben wirst, ist Olivenöl reich an essenziellen Fettsäuren. Wenn du das weißt – herzlichen Glückwunsch! – dann hast du die Kernbotschaft dieses Artikels verstanden. Für alle Wissbegierigen gibt’s noch ein paar Zusatzinfos:

1. Olivenöl für mehr Energie

Olivenöl ist ein echter Energiebooster! Und das ist auch gut so, denn dein Hund sollte seine Energie auf jeden Fall aus Fetten oder Kohlenhydraten gewinnen, auf keinen Fall jedoch aus der Proteinsynthese. Denn bei der Verwertung von Proteinen im Körper können schädliche Stoffe wie Ammoniak oder Armine ausgeschüttet werde. Je nach der Qualität der Proteine, variiert die Ausschüttung dieser Schadstoffe jedoch. Trotzdem ist es gut, wenn ein Großteil der Energie aus gesunden Fetten und Kohlenhydraten stammt.

2. Gutes Verhältnis der essenziellen Fettsäuren

Das Verhältnis der essenziellen Fettsäuren bei Olivenöl, ist besonders bei einer fleischlastigen Hundeernährung, wie dem Barfen sehr gut. Denn das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren beträgt bei Olivenöl 8:1.

Wer vorher aufgepasst hat, der wird sich jetzt vermutlich wundern. „Wieso soll ein Verhältnis von 8:1 gut sein, wenn sie vorhin doch noch von mindestens 1:2 gesprochen hat?“ Sehr gute Frage, junger Padawan! Die möchte ich dir natürlich auch gerne beantworten:

Das 8:1 Verhältnis sagt uns, dass Olivenöl 8 Teile Omega-3 auf einen Teil Omega-6-Fettsäuren enthält. Das ist allerdings nicht weiter schlimm – im Gegenteil. Das Fleisch, das heutzutage in den meisten Fällen seinen Weg ins Futter findet, enthält zwar nur einen sehr geringen Anteil an Omega-3-Fettsäuren, allerdings ist der Anteil an Omega-6 ziemlich hoch. So hoch, dass das Olivenöl, mit seinem besonders hohen Omega-3 Anteil dieses Ungleichgewicht ausgleichen kann. Tadaa! Schon haben wir unser richtiges Verhältnis.

Wichtig! Fütterst du deinem Hund allerdings Fleisch oder andere Nahrungsmittel, die bereits einen hohen Anteil an Omega-3 haben, oder fütterst du Nahrungsmittel die kaum Omega-6 enthalten, solltest du wohl besser auf ein anderes Öl zurückgreifen. Am besten besprichst du das mit deinem Tierarzt oder deiner Tierärztin.

3. Ölivenöl für das Gehirn

Olivenöl Hund
Olivenöl sorgt für eine gesunde Gehirnleistung.

So wie unser Gehirn, besteht auch das unserer Vierbeiner zum größten Teil aus Fett. Besonders die Omega-3-Fettsäuren sind ein Hauptbestandteil der Zellmembran im Gehirn. Um eine funktionierende Gehirnleistung zu gewährleisten, benötigt das Gehirn deshalb ausreichende Mengen an ungesättigten essenziellen Fettsäuren. Dadurch bleibt die Zellmembran durchlässig und ermöglicht die Energieliefung an das Gehirn. Easy as that!

4. Olivenöl für schönes Fell und gesunde Haut

Die essenziellen Fettsäuren im Olivenöl sind unmittelbar am Zellaufbau beteiligt. Besonders Haut und Haare (bzw. Fell) profitieren davon. Eine ausreichende Menge Olivenöl am Tag, lässt trockene Hundehaut wieder geschmeidig werden und sprödes, stumpfes Fell wieder glänzen!

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5. Olivenöl für das Immunsystem

Nicht nur Gehirn, Haut und Fell profitieren von dem goldenen Öl. Es ist stärkt auch das Immunsystem unserer vierbeinigen Freunde, denn Olivenöl ist reich an Antioxidantien. Antioxidantien sind sogenannte „Radikalfänger“. Sie fangen die schädlichen freien Radikale im Körper ab, binden sie und machen sie dadurch unschädlich. Dadurch wird das Immunsystem gestärkt und Krankheiten können besser bekämpft werden.

6. Olivenöl macht Vitamine verfügbar

Öle – darunter auch Olivenöl – spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, bestimmte Vitamine zu verwerten. Denn Vitamine lassen sich im Groben in wasserlösliche und fettlösliche Vitamine einteilen. Die fettlöslichen Vitamine können – wie die Bezeichnung schon erahnen lässt – lediglich in Verbindung mit Fett von Körper verarbeitet werden. Zu den fettlöslichen Vitaminen zählen unter anderem Vitamin A, D, E und K.

7. Olivenöl schmeckt deinem Hund

Olivenöl Hund
Öl ist Geschmacksträger und peppt das Futter auf.

Es gibt durchaus einen Grund, weshalb uns fettiges Essen, wie Pommes und Co. so gut schmecken. Denn Fett intensiviert den Geschmack unseres Essens. So geht es auch unseren Vierbeinern. Etwas Öl ins Futter lässt das ganze schon deutlich schmackhafter werden. Je nachdem was du fütterst, kann es durch die Feuchtigkeit auch leichter verzehrt werden.

Besonders Olivenöl zeichnet sich zusätzlich durch seinen charakteristischen, leckeren Geschmack aus, der dem täglichen Hundefutter noch ein bisschen mehr Pepp in den Napf bringt.

8. Olivenöl ist geruchsneutral

Olivenöl hat gegenüber anderen Ölen, wie beispielsweise diversen Fischölen, den großen Vorteil, dass es nicht so streng riecht. Denn das kuscheln mit der geliebten Fellnase kann schnell mal ganz schön unangenehm werden, wenn der Atem nach einer Fischzuchtanlage riecht. Deshalb: Olivenöl! Gern geschehen.

9. Olivenöl überall kaufen

Prinzipiell kannst du deinem Hund eine ganze Reihe an Ölen füttern, die alle ihre ganz eigenen Benefits haben. Da kann man schon mal auf Schwarzkümmel-, Hanf- oder Nachtkerzenöl zurückgreifen. Aber wieso kompliziert, wenn es auch einfach geht? Wie bereits erwähnt, zählt Olivenöl zu den beliebtesten Ölsorten und sind deshalb in großer Auswahl in jedem Supermarkt verfügbar.

Olivenöl für den Hund – worauf sollte man achten?

Möchtest du deinem Hund Olivenöl füttern, solltest du unbedingt auf die Qualität des Öls achten. Dabei sollte es sich immer um kaltgepresstes Öl handeln. Der Begriff „kaltgepresst“ bezeichnet eine Verarbeitung unter 40 Grad. Nur dadurch kann gewährleistet werden, dass alle wichtigen Nährstoffe – unter anderem die essenziellen Fettsäuren – im Öl vorhanden bleiben. Je höher der Anteil an ungesättigten Fettsäuren und je qualitativ hochwertiger das Öl, desto geringer wird die Haltbarkeitszeit.

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Tipp:
das Öl am besten in kleinen, dunklen Flachen kaufen und im Kühlschrank aufbewahren. Wer lieber größere Mengen kauft, der kann sich das Öl auch einfach mit seinem Hund teilen.

Olivenöl für Hunde – wie dosieren?

Je nachdem wie groß dein Hund ist, wie aktiv oder in welcher Lebensphase er sich gerade befindet, variiert die optimale Menge an Öl. Wenn du dich allerdings an eine grobe Grundformel hältst, kannst du eigentlich wenig falsch machen:

Auf 1 Kilogramm Hundegewicht, 0,3 Gramm Öl.

So einfach ist das schon. Ein 10kg Hund kann am Tag folglich 3 Gramm Öl zu sich nehmen. Aber Achtung – behalte immer im Blick, wie viel Fett dein Hund schon ohne das zusätzliche Öl über den Tag aufnimmt. Dazu zählen auch Leckerlis. Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du deine gewünschte Hundeernährung am besten mit deinem Tierarzt oder deiner Tierärztin abklären.

Olivenöl für Hunde – Fazit:
Olivenöl ist reich an essenziellen Fettsäuren – besonders an Omega-3. Es liefert Energie, sorgt für gesunde haut und glänzendes Fell, unterstützt die Gehirnleistung und das Immunsystem und sorgt dafür, dass fettlösliche Vitamine optimal aufgenommen werden können. Und das beste? Es schmeckt deinem Vierbeinigen Freund und stinkt dabei nicht. Wer seinem Hund Olivenöl füttern möchte, der sollte allerdings immer die Gesamtfettmenge die der Hund täglich zu sich nimmt, im Überblick behalten.
Alisa
Autor

Hallo und herzlich Willkommen bei Petou! Mein Name ist Alisa und ich komme aus einem Ort irgendwo im tiefsten Schwarzwald. Ich habe in einem kleinen Ort im noch tieferen Schwarzwald „Online Medien“ studiert. Schon immer habe ich gerne in Blogs zu den unterschiedlichsten Themen gestöbert und mich hier und da ein wenig inspirieren lassen. Und mal ehrlich – was wäre ich für eine „Online Medien“-Studentin, wenn ich nicht auch mal einen eigenen Blog schreiben würde? Weiterlesen

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