Hunde brauchen genauso wie wir Menschen auch – ausreichend Vitamine und Nährstoffe um für den Tag genug Energie zu haben. Anders als es einem so mancher BARF- Futter Hersteller vielleicht vermitteln möchte, brauchen unsere vierbeinigen Freunde ebenfalls ausreichende Mengen an Gemüse. Aber Achtung! Nicht jedes Gemüse ist auch geeignet für deinen Hund.

In diesem Artikel habe ich dir die wichtigsten Gemüsesorten aufgelistet, die deine Fellnase essen und von welchen besser die Pfoten gelassen werden sollten.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Hunde können eine ganze Reihe an Gemüsesorten essen
  • Bevorzugt sollte Gemüse immer gekocht oder gedämpft gefüttert werden
  • Auf Gewürze (vor allem scharfe Gewürze und Salz) verzichten
  • Nachtschattengewächse vermeiden
  • Rohes Gemüse, besonders rohe Hülsenfrüchte vermeiden

Warum ist Gemüse für Hunde so wichtig?

Gemüse liefert nicht nur uns, sondern auch unseren Hunden lebenswichtige Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Damit Vorgänge im Körper richtig funktionieren und der Organismus der Tiere gegen Krankheitserreger gewappnet ist, braucht es nun mal vitaminreiche und nährstoffhaltige Lebensmittel – übersetzt: Gemüse. Je nach Hunderasse variiert die tägliche Dosis an Gemüse. Ein Richtwert sind in etwa 250 Gramm täglich.

Der Mythos, Hunde könnten Gemüse nicht richtig verdauen, ist und bleibt vor allem eins: ein Mythos. Zumindest gilt das für die meisten Gemüsesorten.

Welche das sind und welche Sorten besser gemieden werden, erfährst du in diesem Artikel.

gemüse für hunde
Hunde vertragen eine ganze Reihe an Gemüsesorten

Welches Gemüse dürfen Hunde fressen?

Du kannst deinem Hund bedenkenlos eine ganze Reihe von Gemüsesorten füttern. Wichtig dabei: das meiste was dem Menschen gut tut, ist auch für den Hund geeignet. Generell wird empfohlen, den Vierbeinern Gemüse am besten in gekochtem, gedünstetem oder püriertem Zustand zu füttern. Außerdem bitte unbedingt auf das Würzen verzichten, da deinem Hund sowohl scharfe Gewürze, als auch Salz nicht gut tun.

Gemüse für Hunde: Liste der wichtigsten Gemüsesorten

Im Folgenden habe ich dir die Gemüsesorten aufgelistet, die du deinem Hund bedenkenlos füttern kannst (1).

Gemüsesorte Vitamine/ Nährstoffe Funktion im Körper Anmerkung
 

 

 

 

Artischocke

 

 

Beta-Carotin, B-Vitamine, Vitamin C, mehrfach ungesättigte Linolsäure

 

 

Stärkung der Gallen und Leberfunktion

 

Fettverdauung bzw. Fettstoffwechsel und Regelung des Insulinhaushalts

 

 

 

 

 

Kann auch roh gefüttert werden

 

 

Blumenkohl

 

 

Vitamin A, B-Vitamine, Vitamin C, E und K

 

 

 

Fördert die Verdauung und Herzgesundheit

 

nur gedämpft füttern, sonst verursacht er Blähungen/ Kümmel kann gegen Blähende Wirkung helfen

 

 

 

 

Brokkoli

 

 

Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen, Zink, Natrium, Vitamin B1, B2, B6, E, Ascorbinsäure (Vitamin C), Carotin

 

 

 

 

Verdauungsfördernd, antioxidativ, stärkt das Herz, stärkt Knochen, entgiftet

 

 

 

 

Enthält Oxalsäure, die Calcium bindet. Deshlab Brokkoli immer mit einem Calciumlieferanten (zB. Quark) füttern

 

 

 

 

Fenchel

 

Calcium, Magnesium, Phosphor, Kalium, Natrium, Schwefel, Vitamin C, E, B-Vitamine, Vitamin K und A

 

 

Positive Wirkung auf Magen und Darm, hilft gegen Halsentzündungen und Husten, stärkt die Muskeln

 

 

Schmeckt nicht allen Hunden. Empfehlung: kochen und pürieren

 

 

 

 

 

Gerstengras

 

 

Ideales Calcium-Phosphor-Verhältnis (832 zu 437 mg), Eisen, Zink, Mangan, Magnesium und Kupfer

 

 

Gut für die Knochen, reguliert den Säure-Basen-Haushalt, psychische Ausgeglichenheit, Zellregeneration, Fellglanz, Fellneubildung, …

 

 

 

 

 

 

Kann einfach als Pulver dem Futter beigefügt werden

 

 

 

Gurke

 

 

Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Melatonin, B-Vitamine, Vitamin C und K

 

 

 

Psychische Ausgeglichenheit, schlaffördernd, erhöhte Flüssigkeitszufuhr

 

 

 

 

Auf Bio-Qualität achten

 

 

 

 

Ingwer

 

Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium. Phosphor, Vitamin B3, B6, Cholin, Inositol

 

 

 

Verdauungsfördernd, hilft bei Magenproblemen, Gut für Gelenke

 

 

Nicht zu viel füttern, sonst kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen

 

 

 

 

 

 

Kartoffeln

 

 

Vitamin A, B und C, Ballaststoffe, Proteine, Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen,

 

Stärkt Immunsystem und Muskeln, liefert Energie, gut für Hunde, die etwas an Gewicht zulegen sollen

 

 

Aufgrund des Solanin-Gehaltes ausschließlich gekocht verfüttern, grüne Stellen großzügig rausschneiden, die Schalen nicht mit füttern

 

 

 

 

 

Karotten

 

Beta-Carotin (Provitamin A), Biotin, Kalium, Phosphor, Calcium, Magnesium, Eisen, Zink

 

Kauen hilft der Zahnreinigung, gut für die Augen, Stärkung des Immunsystems und der Knochen,…

 

 

Karotten ungeschält verfüttern (viele Vitamine und Nährstoffe befinden sich in der Schale), gründlich putzen!

 

 

 

 

Kohlrabi

 

B-Vitamine, Calcium, Kalium, Magnesium, Phosphor und Schwefel, Eisen, Fluorid, Kupfer, Aminosäuren

 

 

Verdauungsfördernd, Stärkung des Immunsystems, der Muskeln und Nerven, Regulation des Blutdrucks

 

 

 

Leicht gegart ist er oft besser bekömmlich.

 

 

 

 

Kresse

 

 

Calcium, Phosphor, Schwefel, Chlorid, Kupfer, Mangan, Zink, Eisen

 

Wirkt wie ein natürliches Antibiotikum (bekämpft Keime), Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Blutdrucksenkend, entgiftend

 

 

 

 

 

Kürbis

 

Kalium, Zink, Eisen, Magnesium Vitamin A, Beta- Carotin

 

 

 

Stärkt das Immunsystem, entzündungshemmend

 

Nur gekocht füttern, alle Kürbisse, die für den Menschen auch bekömmlich sind

 

 

 

Kohl

 

Calcium, Kalium, Schwefel, Vitamin C, B-Vitamine, Vitamin A, E und K

 

 

Unterstützt die Verdauung, stärkt das Immunsystem

 

Kohl am besten gegart verfüttern, dann wirkt er weniger blähend

 

 

 

 

(rote!) Paprika

 

Kalium, Vitamin A, B-Vitamine, Vitamin C und E, Beta-Carotin

 

Die Verdauung wird angeregt, Schlaffheit der Gedärme wird bekämpft
Durchblutung von Haut, Herz und Magen wird gefördert, Bindegewebe wird gefestigt, Stärkung des Immunsystems

 

 

Paprika sind ein Nachtschattengewächs, dh. sie enthalten das für Hunde giftige Solanin.

Nur rote Paprika! Keine orangenen, grünen oder gelben. Vorher abkochen, selten füttern.

Rote Beete Folsäure, Kalium, hoher Wasseranteil, Kalzium, Phosphor  

Antibakterielle Wirkung, Stärkung der Knochen, Säuberung der Nieren und Harnwege

 

 

Auf Bio-Qualität achten, damit die rote Beete keine allzu hohen Nitrat-Werte aufweist, stets gekocht oder in Kombination mit einem Milchprodukt oder Calciumsupplement füttern

 

 

 

 

Salat

Eiweiß, Vitamin C, Folsäure, Kalzium, Kalium, Kupfer, Jod, Zink, Mangan  

Verdauungsfördernd,  Stärkung des Immunsystems Risikominderung von Blutarmut, Hilfe bei der Blutbildung

 

 

 

Auf Bio-Qualität achten, damit der Salat keine allzu hohen Nitrat-Werte aufweist

Sellerie Kalium, Calcium, Vitamin E, B6 und Folsäure Wirkt harntreibend Aufgrund der ätherischen Öle sollte er während homöopathischen Behandlungen genau wie Fenchel eher nicht gegeben werden
 

 

 

Spargel

Vitamin B9, Provitamin A, Vitamin C und E, Purine, Kupfer, Fluorid, Zink und Eisen  

Harntreibend, nierensäubernd, entgiftende Wirkung, Stärkung des Immunsystems , unterstützt die Verdauung

 

 

 

 

 

Gekocht füttern

 

 

 

Spinat

Eiweiß, Beta-Carotin, Sekretin, Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor Stärkung der Muskeln und Knochen, Energie-spendend Stängel und Blattrippen müssen entfernt werden, da diese Nitrate enthalten und für Hunde schädlich sind, nur gekocht oder zusammen mit Calciumquelle füttern
Zucchini Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Vitamin A, B1, B2, B6, C  

Anregung des Magen-Darm-Trakts, Stärkung des Sehnervs, Schutz vor Herz- und Kreislauf-Erkrankungen

 

Dürfen auch roh gefüttert werden

 

Wie du siehst, gibt es sehr viele Gemüsesorten, die deinem Vierbeiner schmecken und ihn gleichzeitig mit wichtigen Vitaminen, Nährstoffen und Mineralien versorgen. Möchtest du deinen Hund ausschließlich mit selbstgekochtem Futter oder sogar vegetarisch, bzw. vegan ernähren, solltest du zuvor mit deinem Tierarzt oder deiner Tierärztin über die Nährstoffzusammensetzungen sprechen.

gemüse für hund
Gemüse liefert deinem Hund wichtige Vitamine und Nährstoffe

Gemüse für Hunde: welches Gemüse dürfen Hunde nicht fressen?

Es gibt einige Gemüsesorten, die unserem Vierbeiner nicht bekommen – teilweise sogar giftig sein können! Dazu zählen Gemüsesorten, die einen hohen Anteil an Nitrat oder Oxalsäure beinhalten.

Ebenfalls sollte von Nachtschattengewächsen die Pfoten gelassen werden.

Nachtschattengewächse enthalten den Wirkstoff Solanin, der für Hund eine giftige Wirkung hat. Die Symptome äußern sich meistens in der Form von Erbrechen oder Durchfall.

Ebenfalls sollte auf rohe Hülsenfrüchte, wie rohe Linsen, Bohnen oder Erbsen verzichtet werden. Sie enthalten den Stoff Phasin, der für Hunde unbekömmlich ist. Die Symptome können von Erbrechen bis hin zu Bauchkrämpfen oder blutigem Durchfall oder Fieber reichen.

Im Folgenden habe ich dir die Gemüsesorten aufgelistet, die du deinem Hund NICHT füttern solltest (2).

Gemüse für Hunde: Liste der unverträglichen Gemüsesorten

Gemüsesorte Erklärung Symptome
Aubergine Die Aubergine gehört zu den Nachtschattengewächsen und enthält das für Hunde giftige Solanin kann Durchfall und Erbrechen auslösen
Avocado Enthält den Stoff Persin, der für Hunde äußerst schädlich ist kann Durchfall und Erbrechen auslösen
Hülsenfrüchte (ungekocht) Ungekochte Linsen, Bohnen, Erbsen, etc., enthalten den Stoff Phasin, den Hunde nicht vertragen, gekocht nur in kleinen Mengen Erbrechen bis hin zu Bauchkrämpfen oder blutigem Durchfall oder Fieber
Knoblauch in größeren Mengen ist Knoblauch nicht gut für deinen Hund, kann 0,1g Knoblauch pro kg Körpergewicht fressen – das bis zu 2x die Woche Erbrechen oder Durchfall sowie häufiges Zittern, Herzrasen, schwere Atmung
Koffein Beim Abbaus von Koffein entsteht Theobromin, das in größeren Mengen zum Tod führen kann Allgemeine Unruhe, Hyperaktivität, vermehrtes Hecheln, Erhöhte Atemfrequenz, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Erhöhte Wasserausscheidung, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen
Paprika (grün, gelb, orange) Die Paprika gehört zu den Nachtschattengewächsen und enthält das für Hunde giftige Solanin. Wenn überhaupt, dann nur komplett rote Paprika gekocht in kleinen Mengen verfüttern kann Durchfall und Erbrechen auslösen
Tomaten Gehört zu den Nachtschattengewächsen und enthält das giftige Solanin Erbrechen oder Durchfall sowie häufiges Zittern, Herzrasen, schwere Atmung
Nüsse Macadamia-Nüsse, Bittermandeln, unreife und frische Walnüsse sind für Hunde äußerst giftig, Muskatnuss enthält tödliche Blausäure Probleme beim Gehen, Zittern, Zucken, Erbrechen, Krämpfe

 

gemüse für hunde
Nicht alle Gemüsesorten bekommen deinem Hund – manche sind sogar hochgiftig.
Gemüse für Hunde: Fazit:
So unkompliziert ein Hund in seinem Fressverhalten auch sein mag, manche Gemüsesorten sollten auf keinen Fall gefüttert werden. Wird das jedoch beachtet, ist die richtige Hundeernährung ein echtes Kinderspiel.

>> Erfahre hier welche Obstsorten dein Hund mag und welche du besser nicht füttern solltest.

Alisa
Autor

Hallo und herzlich Willkommen bei Petou! Mein Name ist Alisa und ich komme aus einem Ort irgendwo im tiefsten Schwarzwald. Ich habe in einem kleinen Ort im noch tieferen Schwarzwald „Online Medien“ studiert. Schon immer habe ich gerne in Blogs zu den unterschiedlichsten Themen gestöbert und mich hier und da ein wenig inspirieren lassen. Und mal ehrlich – was wäre ich für eine „Online Medien“-Studentin, wenn ich nicht auch mal einen eigenen Blog schreiben würde? Weiterlesen

Schreibe einen Kommentar