Sobald wir in Richtung Auto gehen, fängt es an: das Fiepen. Mein Hund mag Auto fahren nicht und steigert sich, je näher wir dem Auto kommen, immer mehr in seine Angespanntheit hinein. Sie äußert sich durch immer lauter werdendes Fiepen und schrille, einzelne Kläffer. Da hilft auch kein gutes Zureden mehr. Er ist wie in einem Tunnel, konzentriert sich nur noch auf das Auto und das Autofahren und kommt überhaupt nicht mehr zur Ruhe. Doch ich kann meinen Hund ja nicht jedes Mal ausknocken, wenn wir nur mal eben mit dem Auto fahren wollen. Irgendwann bin ich auf pflanzliche Beruhigungsmittel gestoßen. Endlich kann ich mit meinem Hund entspannt Autofahren und auch der Gang zum Tierarzt gestaltet sich nun stressfrei.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Pflanzliche Beruhigungsmittel wirken mit ihren natürlichen Inhaltsstoffen sanft und schonend gegen Stress, Angst und Angespanntheit
  • Im Gegensatz zu chemischen Beruhigungsmitteln sind sie freiverkäuflich und belasten den Hundeorganismus nicht
  • Von pflanzlichen Beruhigungsmitteln kann dein Hund nicht abhängig werden, weshalb du sie auch täglich einsetzen kannst
  • Besonders die Kombination aus Baldrian und Johanniskraut hat sich als äußerst effektiv erwiesen

Wofür sind Beruhigungsmittel für meinen Hund gut?

Beruhigungsmittel können dann eingesetzt werden, wenn dein Hund angespannt, ängstlich oder gestresst ist. Sie helfen deinem Hund, sich zu entspannen, sodass die Angst, der Stress oder die Unruhe nachlässt. Die Gründe für Angst und Stress beim Hund sind dabei sehr vielfältig. Manche Hunde haben Angst vor dem Auto fahren, andere wiederum sind gestresst, wenn es zum Tierarzt geht. Andererseits können Hunde auch von schlimmen Trennungsängsten geplagt sein oder aber einfach vor lauten Geräuschen Angst haben, wie bei einem Gewitter oder an Silvester. Aber auch bei freudiger Erregung oder Hyperaktivität können Beruhigungsmittel gegeben werden. Beim Einsatz von Beruhigungsmitteln ist es erst einmal egal, in welcher Situation dein Hund gestresst oder aufgeregt ist, Angst hat oder Unruhe verspürt. Die Beruhigungsmittel senken das Erregungsniveau deines Hundes, sodass er sich entspannen kann.

Was ist der Unterschied zwischen pflanzlichen und chemischen Beruhigungsmitteln?

Es gibt chemische und pflanzliche Beruhigungsmittel. Chemische Beruhigungsmittel, also richtige Beruhigungsmedikamente, bekommst du nur beim Tierarzt. Sie sind verschreibungspflichtig. Ihre Wirkung ist wissenschaftlich belegt, weshalb sie in der Tiermedizin Anwendung finden. Dem gegenüber stehen die pflanzlichen Beruhigungsmittel, welche es freiverkäuflich gibt. Ihre Wirkung ist nicht im gleichen Maße wissenschaftlich belegt, wie die der chemischen Beruhigungsmittel, weshalb die meisten pflanzlichen Beruhigungsmittel von der Tiermedizin nicht offiziell anerkannt werden. Der große Unterschied dieser Beruhigungsmittel zeigt einem bereits die Bezeichnung: chemische Beruhigungsmittel enthalten chemische Inhaltsstoffe, die in Kombination eine zuverlässige und immer gleichbleibende beruhigende oder sogar sedierende Wirkung haben. Pflanzliche Beruhigungsmittel hingegen bestehen aus natürlichen Zutaten, wie zum Beispiel Kräuter oder Blüten. Sie belasten daher den Organismus deines Hundes nicht so stark wie chemische Beruhigungsmittel, sind also besser verträglich. Außerdem wirken sie auf eine natürliche, sanfte Weise, beruhigen und entspannen deinen Hund, ohne ihn direkt völlig außer Gefecht zu setzen.

Wann gebe ich chemische Beruhigungsmittel?

Chemische Beruhigungsmittel solltest du dir nur im absoluten Notfall einsetzen! Diese Beruhigungsmittel wirken meist sehr stark, weshalb sie auch verschreibungspflichtig sind, und gehen auch oft mit Nebenwirkungen einher. Sie sollten nur in Ausnahmesituationen verabreicht werden, wie zum Beispiel vor einer Operation, bei extrem starken Schmerzen oder schwerwiegenden Erkrankungen. Planst du eine längere Flugreise mit deinem Hund ist es meistens sinnvoll, den Hund für die Dauer der Reise leicht zu sedieren, damit er von den Strapazen möglichst wenig mitbekommt. Chemische Beruhigungsmittel machen schnell abhängig und bringen das Gleichgewicht deines Hundes auseinander, sodass er mit Verhaltensauffälligkeiten, wie beispielsweise plötzlich auftretende Aggressionen gegenüber Menschen oder Artgenossen, auf eine dauerhafte Gabe von chemischen Beruhigungsmittel reagieren kann.

Wann gebe ich pflanzliche Beruhigungsmittel?

Pflanzliche Beruhigungsmittel kannst du im Alltag ohne schlechtes Gewissen einsetzen. Immer dann, wenn zum Beispiel eine Autofahrt ansteht, kannst du deinem Hund vorher die pflanzlichen Beruhigungsmittel geben. Auch wenn du jeden Tag mit dem Auto fährst: dein Hund wird nicht abhängig von pflanzlichen Beruhigungsmitteln. Im Gegensatz zu chemischen Beruhigungsmitteln können pflanzliche Beruhigungsmittel guten Gewissens täglich eingesetzt werden. Pflanzliche Beruhigungsmittel sind die schonende Variante, deinen Hund zu beruhigen, ohne ihn direkt außer Gefecht zu setzen.

Die Top 5 der pflanzlichen Beruhigungsmittel

Es gibt viele verschiedene Pflanzen oder auch Pflanzenteile, die eine beruhigende Wirkung versprechen. Bei pflanzlichen Beruhigungsmitteln für Hunde wird auf das Wissen der menschlichen Naturheilkunde zurückgegriffen. Diese fünf pflanzlichen Beruhigungsmittel versprechen dabei besonders zuverlässig zu wirken:

  1. Baldrian: Der medizinische Wirkstoff der Baldrianwurzel kann nachweislich bei Nervositätund Einschlafproblemen wirksam sein. Hochdosiert kann sie bei innerer Unruhe ihre beruhigende und schlaffördernde Wirkung entfalten.
  1. Johanniskraut: Die Arzneipflanze gilt als bestes pflanzliches Mittel gegen leichte und mittelschwere Depressionen. Johanniskraut kann die Stimmung aufhellen, Angstzuständelösen und nervöse Unruhe lindern.
  1. Lavendel: Die im Lavendel enthaltenen ätherischen Öle versprechen eine angstlösende Wirkung. Lavendel wird meist in Tropfenform zum äußerlichen Auftragen verwendet.
  1. Bachblüten: Bachblüten werden in der Regel als Globuli verabreicht. Sie helfen gut bei Stress- und Angstzuständen.
  1. CBD Öl: Der Wirkstoff des CBD Öls wirkt medizinisch entkrampfend, schmerzlindernd und angstlösend. Beim Kauf sollte auf eine sehr hochwertige Qualität geachtet werden, um eine hohe Konzentration der Wirkstoffe gewährleisten zu können.
Mein Tipp:
Eine Kombination aus mehreren dieser pflanzlichen Beruhigungsmittel wirkt noch viel zuverlässiger, da jeder Hund unterschiedlich auf einzelne Pflanzen reagiert. Die Kombination aus Baldrian und Johanniskraut hat sich zum Beispiel als äußerst effektiv bewiesen!

Wie oft darf mein Hund pflanzliche Beruhigungsmittel bekommen?

Pflanzliche Beruhigungsmittel kannst du deinem Hund täglich geben. Sie machen nicht abhängig und sedieren deinen Hund auch nicht. Es geht bei pflanzlichen Beruhigungsmitteln vielmehr darum, dass sie deinen Hund innerlich beruhigen und die Angespanntheit und Erregung lindern. Mit pflanzlichen Beruhigungsmittel kann dein Hund plötzlich entspannt mit Auto fahren, damit ihr anschließend gemeinsam einen schönen Waldspaziergang unternehmen könnt. Oder er geht nun entspannt mit zum Tierarzt, ohne laute Jaulkonzerte oder stressbedingte Verhaltensweisen wie zum Beispiel übermäßiges Speicheln zu zeigen.

Autor

Hallo und herzlich Willkommen bei Petou! Mein Name ist Alisa und ich komme aus einem Ort irgendwo im tiefsten Schwarzwald. Ich habe in einem kleinen Ort im noch tieferen Schwarzwald „Online Medien“ studiert. Schon immer habe ich gerne in Blogs zu den unterschiedlichsten Themen gestöbert und mich hier und da ein wenig inspirieren lassen. Und mal ehrlich – was wäre ich für eine „Online Medien“-Studentin, wenn ich nicht auch mal einen eigenen Blog schreiben würde? Weiterlesen

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