In Deutschland leben mehrere Millionen Hunde bei ihren jeweiligen Besitzern, die nicht nur täglich mehrmals Gassi gehen möchten, sondern selbstverständlich etwas zu Fressen benötigen. Nicht alle Hundehalter machen sich intensiv Gedanken darüber, welche Art von Hundefutter eigentlich für den eigenen Vierbeiner die beste Wahl ist. Häufiger sind nicht einmal die grundsätzliche Unterschiede zwischen Frisch- und Trockenfutter bekannt. Aus dem Grund möchten wir in unserem Beitrag näher darauf eingehen, worin diese Unterschiede zwischen Nass- und Trockenfutter bestehen und welche Argumente es für und gegen die jeweilige Form des Futters gibt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Trockenfutter ist in der Regel günstiger, praktischer in der Handhabung und umweltfreundlicher verpackt als Nassfutter
  • Im Gegensatz zu Nassfutter hat Trockenfutter einen deutlich höheren Energiegehalt und einen geringeren Flüssigkeitsgehalt
  • Nassfutter schmeckt Hunden für gewöhnlich besser und kommt natürlichem Fleisch näher als Trockenfutter
  • Für gewöhnlich hat Nassfutter einen höheren Preis als Trockenfutter und hat eine kürzere Haltbarkeit

Trocken- oder Feuchtfutter: Zwei Parteien unter den Hundehaltern

Hört man sich unter den Hundehaltern einmal um, dann wird eines deutlich: Was das Futter angeht, so gibt es eine Zweiteilung unter den Hundebesitzern. Die eine Gruppe von Hundehaltern schwört auf Nassfutter, weil dieses natürlich dem natürlichen Futter in Form von Frischfleisch sehr nahe kommt. Die andere große Gruppe von Hundebesitzern hingegen hält Trockenfutter für das bessere Futtermittel, weil dort die Energie konzentrierter ist und es zudem häufig einen positiveren Effekt auf die Zähne und somit auf das so wichtige Gebiss des Hundes haben soll.

Tatsächlich liegt die Antwort oft in der Mitte, denn sowohl Trocken- als auch Nassfutter haben ihre Vor- und Nachteile. Worin diese bestehen, darauf gehen wir in den nächsten Abschnitten etwas näher ein.

Wodurch zeichnet sich Trockenfutter für Hunde aus?

Beginnen wir zunächst mit dem Trockenfutter für Hunde. Dieses zeichnet sich durch einige Vorteile aus, insbesondere:

Vorteile von Trockenfutter:

  • Günstiger als Nassfutter
  • Umweltfreundlicher (Verpackung)
  • Praktisch
  • Reinigt die Zähne (oft)
  • Leichtere Dosierung über den Tag verteilt
Trockenfutter für Hunde
Trockenfutter ist in der Regel praktischer in der Handhabung als Nassfutter

Gehen wir nun auf einige dieser Vorteile etwas näher ein. Wenn wir uns einmal die Preise betrachten, dann ist Trockenfutter – bis auf einige Premium-Marken und spezielle Futtervarianten – in der Regel günstiger als Nassfutter. Hinzu kommt der Umweltaspekt, der durchaus für immer mehr Hundebesitzer von Interesse ist. Während Nassfutter in aller Regel entweder in Dosen oder Plastikbehältern verpackt ist, befindet sich das Trockenfutter normalerweise in wiederverwertbaren bzw. recycelbarem Papier bzw. einer Verpackung aus Pappe.

Einen Gesundheitsaspekt gibt es beim Trockenfutter ebenfalls, nämlich dass dieses häufig als Zahn reinigend angeboten und empfohlen wird. Darüber hinaus ist es sehr praktisch, denn Sie kommen beispielsweise mit einem 10 Kilo Beutel Trockenfutter deutlich länger aus als mit der gleichen Menge an Nassfutter. Dies liegt natürlich auch daran, dass Trockenfutter normalerweise energiekonzentrierter als Feuchtfutter ist.

Welche negativen Eigenschaften hat das Trockenfutter?

Wo Licht ist, dort ist meistens auch Schatten. Das gilt auch für Trockenfutter, denn neben den genannten Vorteilen gibt es durchaus einige Nachteile. Diese sollten Sie kennen, bevor Sie sich dafür entscheiden, Ihrem Hund zukünftig Trockenfutter zu verabreichen. Es handelt sich im Wesentlichen um die folgenden Nachteile:

Nachteile von Trockenfutter:

  • Verhältnismäßig hoher Energiegehalt, sodass Übergewicht droht
  • Relativ geringer Flüssigkeitsgehalt, sodass unbedingt auf ausreichende zusätzliche Wasserzufuhr geachtet werden muss
  • Verlust von Nährstoffen und Vitaminen, wenn die Packung falsch gelagert oder zu lange geöffnet ist

Hinzu kann ein weiterer Nachteil kommen, nämlich dass nicht zwingend jedes Trockenfutter ein Alleinfutter ist. Sie sollten demzufolge genau auf die Nährwertangaben achten und ob diese Nährstoffzufuhr ausreichend ist, damit Ihr Hund vollwertig und ausreichend allein mit dem Trockenfutter ernährt wird.

Welche positiven Eigenschaften hat Nassfutter für Hunde?

Dass die Wahl zwischen Trocken- und Nassfutter für Hunde nicht einfach ist, zeigt ein Blick auf die Vorteile, durch die sich das Nassfutter auszeichnen kann. Diese sind von ihrer Anzahl her nicht geringer als die Präferenzen des Trockenfutters für Ihren Vierbeiner. Sie profitieren beim Feuchtfutter insbesondere von den folgenden Vorzügen:

Vorteile von Nassfutter:

  • Schmeckt Ihrem Hund für gewöhnlich besser
  • Übergewicht lässt sich leichter vermeiden
  • Nassfutter enthält viel Flüssigkeit
  • Kommt dem natürlichen Futter (Fleisch) näher
  • Längerer Haltbarkeit als Trockenfutter
Hundenapf mit Nassfutter
Nassfutter schmeckt Hunden für gewöhnlich besser und kommt natürlichem Fleisch näher als Trockenfutter

Neben den genannten Vorteilen zeichnet sich Nassfutter für Hunde dadurch aus, dass automatisch eine höhere Flüssigkeitszufuhr erfolgt. Daher ist Feuchtfutter vor allem für Hunde fast immer die bessere Alternative, die von sich aus relativ wenig trinken oder vielleicht unter Verstopfung bzw. Harnsteinen leiden. Übergewicht lässt sich durch Nassfutter deshalb besser vermeiden, weil Sie das Futter für gewöhnlich nur ein bis zweimal am Tag verabreichen. Das Trockenfutter hingegen steht im Normalfall ständig bereit.

Was spricht gegen Nassfutter für Hunde?

Das Nassfutter hat ebenfalls nicht nur Vorteile, sondern es gibt einige Nachteile zu beachten. Diese bestehen insbesondere in den folgenden Eigenschaften und Tatsachen:

Nachteile von Nassfutter:

  • Für gewöhnlich höherer Preis als beim Trockenfutter
  • Größere Belastung der Umwelt (Verpackung)
  • Nicht immer als Alleinfutter geeignet
  • Kurze Haltbarkeit in geöffnetem Zustand
  • Größere Gefahr von Schädigungen an Zähnen (Zahnbelag, Zahnstein)

Sehr interessant ist unter anderem der letzte Punkt. Trockenfutter wird nicht nur häufig die zusätzliche Eigenschaft zugeschrieben, dass es die Zähne durch Reibung reinigt und somit schützt. Darüber hinaus ist es beim Nassfutter sogar so, dass dieses zu zusätzlichen Problemen am Gebiss führen kann. Vielleicht setzen sich nämlich kleinste Fleischstückchen in den Zahnzwischenräumen fest und verursachen dort Beläge, Zahnstein bis hin zur Parodontose, Karies und Zahnausfall. Hinsichtlich der Zahngesundheit ist das Trockenfutter dem Nassfutter demnach deutlich überlegen. Ferner müssen Sie beim angebrochenen Frischfutter darauf achten, dass dieses innerhalb weniger Tage verzehrt wird, da es sich im geöffneten Zustand deutlich kürzer als Trockenfutter hält.

Mischung zwischen Nass- und Trockenfutter als weitere Option

Falls Sie sich an dieser Stelle noch nicht zwischen Nass- und Trockenfutter entscheiden können, gibt es eine weitere Option. Diese besteht darin, dass Sie beide Futterarten über den Tag verteilt mischen. Das bedeutet: Sie könnten Ihrem Hund beispielsweise morgens Nassfutter verabreichen und anschließend den gesamten Tag über Trockenfutter in seinem Napf bereitstellen. Hier gibt es zahlreiche Variationsmöglichkeiten. Sie müssen lediglich darauf achten, dass Frisch- und Trockenfutter in Kombination alle Nährstoffe beinhalten, die der Hund für ein gesundes Leben braucht. 

Mein Tipp:
Zudem ist es immer positiv, wenn Sie unterschiedliche Sorten ausprobieren. Manche Hunde bevorzugen beispielsweise eher den Geschmack und Geruch von Wild, während andere Vierbeiner sich auf Puten- oder Rindfleisch stürzen. Hier gilt es einfach auszuprobieren, welche Art von Futter und welche Sorte Ihrem Hausgenossen am besten schmeckt. Benötigt Ihr Vierbeiner aufgrund einer Erkrankung, beispielsweise Diabetes, spezielles Futter, ist darauf selbstverständlich unbedingt zu achten.
Alisa
Autor

Hallo und herzlich Willkommen bei Petou! Mein Name ist Alisa und ich komme aus einem Ort irgendwo im tiefsten Schwarzwald. Ich habe in einem kleinen Ort im noch tieferen Schwarzwald „Online Medien“ studiert. Schon immer habe ich gerne in Blogs zu den unterschiedlichsten Themen gestöbert und mich hier und da ein wenig inspirieren lassen. Und mal ehrlich – was wäre ich für eine „Online Medien“-Studentin, wenn ich nicht auch mal einen eigenen Blog schreiben würde? Weiterlesen

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